Zuletzt vor knapp vier Jahren dagewesen, gab Henning Pertiet am Freitag, den 06. März ein nachhaltig beeindruckendes Konzert. Der auf Blues und Boogie-Woogie spezialisierte Pianist aus Verden spielte sich durch die Entstehungsgeschichte jener Musikrichtung und sparte dabei nicht mit Anekdoten und Hintergrundinformationen.
Außer den teilweise mit Gesang unterlegten Klavierstücken wurden auch Arrangements an der Gitarre zum Besten gegeben. Ebenfalls fehlte nicht das bereits in der Presse vorangekündigte Grammophon. Per Hand angekurbelt hörten die Gäste eine Schellackplatte auf dem in den 1930er Jahren aus Amerika mitgebrachten Gerät. Diese Live-Vorführung war schon etwas Besonderes.
Überhaupt war der lange - jedoch keineswegs langweilige - Abend von einer inspirierenden Stimmung geprägt. Henning Pertiet forderte wiederholt das Publikum auf, freie Flächen im Saal zum Schwingen der Hüften zu nutzen. Er ließ sich bereits vor dem Konzert auf kleinere Gespräche ein. Nicht nur in der Pause, auch nach dem Konzert gab es ausreichend Gelegenheiten, direkten Kontakt mit dem Künstler aufzunehmen. Abgerundet wurde das Event durch eine Auswahl an Getränken und Knabbereien.
Silke Wolters