Die Wiedereinweihung der Intscheder Sonnenuhr wurde am Freitag, den 21. August mit einer kleinen Andacht gefeiert. Rund 30 Gäste kamen aus diesem Anlass in den Kirchgarten, wo Pastor Georg Ziegler angelehnt an die Worte „Meine Zeit steht in deinen Händen“ aus Psalm 31 einige Gedanken zum Thema Zeit mit den Anwesenden teilte und die Sonnenuhr segnete. Als Widmung hatte er sich folgende Worte überlegt: „Diese Sonnenuhr sei Zierde der Kirche und diene allen, die sie ansehen, zur Abschätzung der Uhrzeit und zur Erinnerung daran, dass uns alle Zeit von Gott gegeben ist, damit wir sie würdig nutzen.“
So besonders sowohl der eine als auch der andere Chronometer in Intschede sind: Eines könne keine Uhr der Welt, hatte Pastor Ziegler in seiner Andacht gesagt: „Sie kann nicht anzeigen, wie wertvoll die Zeit ist. Wie ich sie erlebe und welche Bedeutung sie für mich hat, kann ich von keiner Uhr ablesen.“
Dass jedoch dieser Abend wertvoll wurde, dafür sorgten die Gäste selbst - in angeregten Gesprächen bei einem kleinen Grillimbiss. Denn alternativ die Genauigkeit der nun wieder installierten Sonnenuhr zu studieren, ergab mangels Sonnenscheins keinen Sinn. Das Abendlicht der Sonne brach erst später durch die grauen Wolken - für die der Sonnenuhr anzuzeigenden möglichen Stunden bereits zu spät. Um das zu sehen, müssen Interessierte an einem anderen Tag wiederkommen. Getreu den Worten Zieglers, angelehnt an Psalm 31: „Alles hat seine Zeit.“
Text: Christian Walter
Foto: Silke Wolters